Vom 20. bis 22. März 2026 kam die BAG Arbeit, Soziales, Gesundheit zu ihrer Frühjahrssitzung in Köln zusammen.
Wir starteten am Freitag mit einem inhaltlichen Schwerpunkt zu Chancen und Herausforderungen von Peer-to-Peer-Ansätzen. Gemeinsam mit Prof. Susanne Bauer (Duale Hochschule Schleswig-Holstein), Johannes Kirchhof (Recovery College Cologne i.G.) und Aliah Abd el Hafez (Rock Your Life! Köln) diskutierten wir, wie Selbsthilfe, Empowerment und Unterstützung auf Augenhöhe in verschiedenen Kontexten – Genesungsbegleitung, Teilhabe-, Studien- oder Suchtberatung, Integrations- und Schulsozialarbeit u.v.m. – gestärkt werden kann.
Der Samstag begann mit spannenden Berichten der Delegierten aus den Landesarbeitsgemeinschaften sowie Updates unserer MdBs Sylvia Rietenberg und später Linda Heitmann aus dem Bundestag zu den aktuellen arbeits-, sozial- und gesundheitspolitischen Debatten und Gesetzesinitiativen. Im Anschluss stand die Zukunft der Alterssicherung im Mittelpunkt: Gemeinsam mit unserem Bundesvorsitzenden Felix Banaszak diskutierten wir die drängenden Herausforderungen und Reformansätze. Ein wichtiger Schritt war die Gründung einer neuen Arbeitsgruppe Alterssicherung.
Gesundheitspolitisch stand die Frage im Fokus „Bessere Steuerung, bessere Versorgung? Was bringt die Notfallreform?“ Mit MdB Dr. Janosch Dahmen und dem KV Nordrhein-Vorsitzendem Dr. Frank Bergmann erörterten wir die Perspektiven einer dringend fälligen Reform der Notfallversorgung und deren Auswirkungen auf Patient*innen, Mitarbeitende und Versorgungssystem.
Auch Organisatorisches, wie die geplanten Satzungsänderungen und die Wahl eines Verfahrens für Cross-Delegationen in andere BAGen kamen nicht zu kurz.
Am Sonntag berichteten die AG Digitalisierung im Gesundheitwesen sowie die AG Obdach- und Wohnungslosigkeit von ihrer Arbeit der vergangenen Monate. Wir besprachen Positionspapiere zu besserem Nichtraucher*innenschutz und dem Rauchfreigesetz und diskutierten unter dem TOP „Sozialstaat unter Druck: Wie wir die Debatte zurückgewinnen“ was für uns Gerechtigkeit, Solidarität und ein funktionierender Sozialstaat bedeutet – und warum wir ihn brauchen und schätzen, gerade in den aktuellen Zeiten.
WIr blicken auf ein arbeitsreiches Wochenende zurück, das von engagierten Diskussionen, frischen Ideen und einem starken gemeinsamen Gestaltungswillen geprägt war. Danke an den KV Köln, der uns beherbergt hat und an alle Delegierten, Referierenden und Gäste – et wor herrlich met üch!
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